Welchen Beitrag leistet eigentlich Aachen für das Wohlergehen unseres Planeten?

Manch einer wird jetzt vielleicht sagen: Was für eine komische Frage! Aber mal im Ernst: Können wir es uns leisten, kleiner zu denken?

In einem vorherigen Beitrag hatte ich schon über Otto Scharmer und seine Ausführungen zu den aktuellen globalen Herausforderungen geschrieben. Für unsere Zukunft am kritischsten ist nach meiner Einschätzung das ökologische Problem mit dem inzwischen – wie ich beim Global Footprint Network bzw. Earth Overshoot Day gelesen habe – 1,7-fachen Ressourcenverbrauch, den unsere Erde regenerieren kann. Und das ist das weltweite Mittel. Wir in Europa bräuchten eigentlich 3,5 Erden.

Jetzt ist das natürlich sehr abstrakt. Ja, man kann sich auch eine Näherung seines persönlichen ökologischen Fußabdrucks ausrechnen.

Es stellt sich aber trotzdem die Frage: Was bedeutet das eigentlich konkret? Was bedeutet es für das Handeln z. B. einer Region? Oder eines Unternehmens? Oder für mich als einzelne Person?

Mein eigenes Denken und Handeln kann ich am ehesten beeinflussen. Wobei ich weiß, wie schwierig eigene Verhaltensänderungen sind. Und dass wir als Familie z. B. auch die Erfahrung gemacht haben,  welche Herausforderung es ist, nur den Verpackungsmüll zu reduzieren.

Aber wie ist das eigentlich mit dem Einfluss bzw. den Auswirkungen, die Unternehmen, Institutionen oder eine ganze Region darauf haben, wie sich unser Planet in Zukunft entwickelt?

Nehmen wir das Beispiel unserer großen Hochschulen: FH Aachen und RWTH Aachen. Beide bilden Jahr für Jahr u. a. eine Vielzahl an Ingenieuren und Betriebswirten aus, die anschließend in den Unternehmen und Institutionen dieser Republik und weltweit aktiv werden – und die mit ihrem Denken und Handeln natürlich beeinflussen, wie sich Ressourcenverbrauch und Umweltbelastung entwickeln.

Um es jetzt etwas überspitzt zu formulieren: Denken die dann eher in Wachstum, durch das gelernte Marketing-Know-how angetriebenem Konsum und Millionen zurückgeschickter Online-Bestellungen inklusive für mich unvorstellbarer Verschwendung? Oder stehen Konzepte wie z. B. Cradle-to-Cradle und echte Corporate Social Responsibility im Fokus. Also mit guten (d. h. nicht bösen) Leistungen etwas Gutes für die Gesellschaft und unseren Planeten tun. Oder sogar Nachhaltigkeit als Unternehmenszweck!

Und für die Unternehmerinnen und Unternehmer hier in der Region gilt das gleiche. Oder für unsere kommunalen Institutionen und deren Verwaltung.

Wie sieht das aus mit der unternehmerischen Verantwortung? Spannend finde ich in diesem Zusammenhang die Aussage von Yuval Noah Harari (sehr lesenswert!), der der Politik auf der Ebene der Nationalstaaten sowie Staaten übergreifend nicht mehr zutraut, in dieser Beziehung handlungsfähig zu sein. Er baut eher auf die Verantwortung und den Gestaltungswillen der Unternehmen, so sie denn die Chancen in echtem nachhaltigen Handeln erkennen.

Was brauchen wir als erstes?

Ich bleibe mal bei Otto Scharmer und fange mit dem Bewusstsein bzw. der Aufmerksamkeit an, wie ich das schon im letzten Beitrag versucht habe zu erklären.

Und dann?

Dann würde ich gerne mal darüber reden, wie wir dazu kommen, in Aachen und der Region ein geteiltes Verständnis davon zu entwickeln, welche Auswirkungen unser Handeln hier auf den Planeten hat – und wie eigentlich ein Bild von einer lebenswerten Zukunft auch von unserer Region aussieht?

Es gibt Beispiele von anderen Städten und Regionen, die das für sich geklärt haben. Und es gibt Methoden und Instrumente, wie wir das auch für Aachen klären können.

Ich freue mich über Kontakte per Mail oder gerne auch telefonisch unter +4915122340520!

Adieda!

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